FAQ / Patientenfragen

Ich dachte verdächtige Hautveränderungen dürfen nicht entfernt werden, weil sie dann frühzeitig streuen?

Es ist von sehr großer Wichtigkeit, dass unklare oder verdächtige Hautveränderungen rechtzeitig entfernt werden. Erstens sind OP-Narben umso kleiner je kleiner die Hautveränderung ist, zweitens wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass verdächtige Hautveränderungen wichtige Strukturen der Haut beeinträchtigen oder sogar zerstören je länger man zuwartet und drittens nimmt mit der Zeit gerade beim schwarzen Hautkrebs (Melanom) die Wahrscheinlichkeit einer Aussiedlung von bösartigen Hautzellen zu. In jedem Fall ist die frühzeitige Entfernung einer Hautveränderung wichtig.

Muss denn immer unbedingt geschnitten werden, oder gibt es andere Möglichkeiten eine Hautveränderung zu entfernen?

In der modernen Dermatologie gibt es gerade in den letzten Jahren zunehmend Möglichkeiten, Hautveränderungen auch ohne Schneiden (Exzision) zu entfernen. Mit einer Laserbehandlung oder sogar dem Anwenden von speziellen Cremes werden heute Hautveränderungen entfernt und das weitestgehend schmerzlos und meist mit sehr gutem kosmetischen Ergebnis. Nur die Hautspezialistin oder der Hautspezialist können entscheiden, welche Methode die höchste Sicherheit und das beste Ergebnis für Sie bietet. Nach einer Untersuchung werden Sie über sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten informiert und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Methode erläutert.

Ich habe Angst vor dem Fadenzug, das tut doch noch einmal weh, insbesondere wenn die Fäden eingewachsen sind?

Das Entfernen der Fäden ist im allgemeinen nicht schmerzhaft, da heute hochmoderne Fäden verwendet werden, die nicht mehr mit dem umliegenden Gewebe verwachsen.  So können sie leicht gezogen werden. Zudem verwenden wir in unserer Praxis überwiegend aufwendige OP-Techniken, bei denen die Fäden in der Haut verbleiben und sich langsam auflösen, die Fäden müssen bis auf ganz seltene Ausnahmen nicht mehr gezogen werden.

Wann kann ich nach einer OP wieder duschen?

Der Kontakt mit Wasser kann das Auftreten einer Infektion nach einer OP begünstigen. Daher ist es wichtig in den ersten Tagen nach einer OP den unmittelbaren und mittelbaren Kontakt mit Wasser zu vermeiden. Im Allgemeinen erhalten sie nach zwei Tagen ein wasserfestes Spezialpflaster in unserer Hautarztpraxis, anschließend können Sie wieder duschen.

Ich nehme Blutverdünnungsmittel muss ich diese absetzen?

Im Gegensatz zu früher wird das Absetzten von Blutverdünnungsmittel nicht in jedem Fall erforderlich sein. In Abhängigkeit des Umfangs der OP und der Höhe der eingestellten Blutverdünnung ist eine OP ohne Absetzen der Medikamente möglich. Hier wird die Hautärztin bzw. der Hautarzt individuell ggf. in Rücksprache mit Ihrem Hausarzt entscheiden.